Mehrgenerationenhaus & Büro Soziale Stadt

Günzburger Allgemeine Zeitung, 12.11.2002, S. 19

Schimmelbude Leipheim öffnet wieder
Gut besuchter Bürgerinfotag im Zehntstadel – Kommunale Finanzlage “noch” solide

Leipheim (kih)
Erstaunlich viele Leipheimerinnen und Leipheimer nutzten den Bürgerinformationstag, um sich über zurückliegende, aktuelle und künftige Geschehnisse in ihrer Stadt zu informieren – zum ersten Mal im rustikalen Ambiente des Bürgersaales im neu eröffneten Zehntstadel.

Nicht nur Bürgermeister Christian Konrad zeigte ein offenes Ohr für Bürgerfragen quer durch alle Stadt und Verwaltung betreffenden Angelegenheiten und Ärgernisse wie Behinderung durch Langzeitparker, Vermutzung und Müllprobleme, oder Lärmpegelüberschreitungen durch genehmigte Disconächte. An Informationsständen gaben sachkundige Persönlichkeiten Interessierten Auskunft über im bau befindliche oder noch geplante Projekte wie Neubau eines Alten- und Pflegeheimes in der Fonyoder Straße, Sanierung des Gebietes Schlosshalde, Ortsverbindungsstraße Riedheim Weißlingen, oder städtische Wasserversorgung und Aufbereitung

Im Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters fanden sich viele abgeschlossene und zum teil mit hohem Aufwand in Dienst gestellte Maßnahmen, darunter die Neugestaltung des Mehrzweckbereiches in der Grund- und Hauptschule Hermann-Köhl-Straße, Neugestaltung des Schlosshofes, Rad- und Fußweg Leipheim-Bubesheim, Erlebnispfad Donaumoos und natürlich Leipheims teuerstes Kind, der Zehnstadel. Eine Bedingt optimistische Miene trug das Stadtoberhaupt zur Bekanntgabe der kommunalen Finanzlage. Sie könne “noch” als solide bezeichnet werden. Die Höhe der ursprünglich geplanten Schuldenaufnahme konnte zwar unterschritten werden, nichtsdestoweniger ist der finanzielle Blick ins nächste Jahr besorgnisumwölkt.

Trotzdem, so Konrad, stehen große Projekte an: Beginn der Baumaßnahmen Gemeindeverbindungsstraße Riedheim-Weißingen, Kanalisation und Neugestaltung der Schlosshalde, Bau eines Alten- und Pflegeheimes in der Fonyoer-Straße und, neben schon laufenden sozialen Einrichtungen wie Integrative Gruppe im Kindergarten “Raupe Nimmersatt” oder Ganztagsbetreuung in der Grund- und Hauptschule, der Einstieg ins Programm “Soziale Stadt”. Damit verbunden gab er die lang ersehnte und trotzdem überraschende Nachricht bekannt: Leipheim hat mit Burkhardt Wagner endlich den dringendst benötigten Jugend- und Sozialarbeiter.

Zusamen mit seiner Mitarbeiterin Anna Jose hat der Sozialpädagoge bereits ein “Quartiersmanagementbüro” in der Hermann-Köhl-Straße 3A bezogen und wird sich zu 75 Prozent der Tätigkeit “Soziale Stadt” (Aussiedlerberatung und Integrationsarbeit) und zu 25 Prozent der “offenen Jugendarbeit” und damit dem Jugendtreff Schimmelbude widmen.

Nach dessen geplanter Öffnung im Dezember soll zweimal wöchentlich mit Begegnungen, Gesprächen, Musik, Band- und Percussionarbeit, Webdesign und Surfen ins neue Zeitalter Leipheimer Jugendarbeit gestartet werden. Erklärtes Nahziel: ein Internetcafé.

Unterstützung für seine Arbeit erhofft sich das Duo von den Kirchengemeinden, Institutionen und Vereinen, Handel und Gewerbe und nicht zuletzt von engagierten Einzelpersonen und Jugendlichen.

Sichtlich erfreut hieß Leipheims Bürgermeister Christian Konrad (rechts) den neu in Dienst gestellten Sozialpädagogen und Jugendarbeiter Burkhardt Wagner willkommen. Wagner wünscht sich eine gute Zusammenarbeit mit Kirchen, Vereinen und natürlich Jugendlichen.
Bild: Helmut Kircher

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